Fachdidaktischer Ansatz für die Sekundarstufe II

Die Aufbereitung der Materialien, die in der Sekundarstufe II eingesetzt werden können, erfolgt nach den Anforderungen, die bundesweit für die Sekundarstufe II gelten. Konkret orientieren sie sich in diesem Fall an den Vorgaben des „Kernlehrplans NRW“. Es wurde darauf geachtet, dem wissenschaftspropädeutischen Ansatz sowie der Forderung nach Binnendifferenzierung Rechnung zu tragen. Daher finden sich in den unterschiedlichen Einheiten, bei denen der Fokus stark auf Quellenarbeit liegt, immer wieder Zusatzaufgaben, die von Schülerinnen und Schülern bearbeitet werden können, die schneller mit den Basisaufgaben fertig geworden sind.

In den didaktischen Anmerkungen finden sich darüber hinaus auch Ideen für kreative, produktionsorientierte Zugänge, die sich bei bestimmten Lerngruppen ebenfalls als Ergänzung oder als Alternative zum analytischen Zugang einsetzen lassen. Zudem sind die Aufgaben so konzipiert, dass sie dem Ansatz des Kooperativen Lernens folgen. Hierbei geht es zum einen darum, den Schülerinnen und Schülern immer eine gewissen Zeit einzuräumen, in der sie sich selbstständig und allein mit einem Sachverhalt auseinandersetzen können. Zum anderen erhalten die Lernenden im Anschluss an diese Phase immer die Möglichkeit, sich innerhalb einer Kleingruppe (häufig auch nur mit einer weiteren Person) über ihre Ergebnisse auszutauschen, um die Verarbeitungstiefe der neuen Inhalte einerseits zu erhöhen und andererseits das neue Wissen in einer weiterführenden Transfernaufgabe auszubauen. Erst in einem dritten Schritt werden die Arbeitsergebnisse im Plenum zusammengetragen und diskutiert.

Nur ein Spiel? – Vermittlung von NS-Propaganda in Schule und Freizeit

 

Propaganda im NS-Regime diente dazu, die Bevölkerung zu beeinflussen. Neben Propagandafilmen, Spielfilmen und Plakaten fand die nationalsozialistische Ideologie auch Einzug in die Institution Schule und in das Freizeitleben von Jugendlichen. In der folgenden Unterrichtssequenz erhalten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, sich ausgehend von ihren Erfahrungen in Bezug auf Werbung mit dem Begriff Propaganda zu beschäftigen. Des Weiteren können sie sich in die Situation eines Schulkindes zur Zeit des NS hineinversetzen, indem sie Spiele aus der Jugendzeitschrift „Hilf mit!“ selbst spielen und später kritisch reflektieren.

Hier ist die gesamte Unterrichtseinheit mit allen Materialien und Arbeitsblättern einsehbar. Hierzu öffnet sich ein neues Fenster aus dem Web-Auftritt "Jugend in Deutschland 1918-1945".

Ich klage an! – Rassenideologie und NS-Propaganda im Film

 

Das Medium Film stellte ein wichtiges Propagandamittel des NS-Regimes dar um die Bevölkerung in ihrem Sinne zu beeinflussen. Neben den klassischen Propagandafilmen wurden auch Spielfilme genutzt, bei denen die Unterhaltung zunächst im Vordergrund stand, und die Propaganda auf subtilere Art und Weise transportiert wurde. In der folgenden Unterrichtssequenz erhalten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, sich ausgehend von dem Spielfilm „Ich klage an!“ mit dem Phänomen Propaganda in Massenmedien zu beschäftigen. Sie sollen vor allem erkennen, wie Filme etc. dazu genutzt wurden, um bei den Zuschauern Verständnis für Maßnahmen des NS-Regimes zu erzeugen.

Hier ist die gesamte Unterrichtseinheit mit allen Materialien und Arbeitsblättern einsehbar. Hierzu öffnet sich ein neues Fenster aus dem Web-Auftritt "Jugend in Deutschland 1918-1945".

„Woher kam denn diese Begeisterung?“ – Faszination Nationalsozialismus

 

Die Bilder von jubelnden Menschenmassen aus der NS Zeit sind immer noch bekannt und präsent. Was diese Faszination von Hitler und seinem Regime genau ausmachte, soll in der folgenden Unterrichtssequenz erarbeitet werden. Die Schülerinnen und Schüler erhalten die Möglichkeit, die Mechanismen, mit denen das deutsche Volk verführt wurde, zu durchdringen und sich in diesem Zusammenhang die Begriffe „Volksgemeinschaft“ und „Führerkult“ zu erarbeiten.

Hier ist die gesamte Unterrichtseinheit mit allen Materialien und Arbeitsblättern einsehbar. Hierzu öffnet sich ein neues Fenster aus dem Web-Auftritt "Jugend in Deutschland 1918-1945".

Jugend dient dem Führer – Aufbau und Ziele von HJ und BDM

 

Hitler-Jugend (HJ) und Bund Deutscher Mädel (BDM) waren die bestimmenden Elemente im Leben der Kinder und Jugendlichen während der NS-Zeit. Die Hauptaufgabe dieser Jugendorganisationen der NSDAP war es, die Jugendlichen im Sinne der NS-Ideologie zu erziehen und so die Herrschaft des Nationalsozialismus dauerhaft zu sichern. Gleichzeitig wurden die HJ-Mitglieder durch körperliche Ertüchtigung und Wehrübungen auf den Krieg vorbereitet.

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Die Synagoge in der Roonstraße - Der Novemberpogrom in Köln

 

Wie überall in Deutschland wurden auch in Köln in der Nacht vom 9. auf den 10. November jüdische Geschäfte zerstört und geplündert, Menschen wurden misshandelt, getötet und in Konzentrationslager verschleppt und Synagogen in Brand gesteckt.

In der folgenden Unterrichtseinheit können die Schüler und Schülerinnen selbsttätig anhand von Zeitzeugenaussagen die Vorkommnisse während des Novemberpogroms in der Roonstraße in Köln rekonstruieren und auf diese Weise selbst ein Stück Geschichte schreiben und diese als Konstruktion begreifen.

Hier ist die gesamte Unterrichtseinheit mit allen Materialien und Arbeitsblättern einsehbar. Hierzu öffnet sich ein neues Fenster aus dem Web-Auftritt "Jugend in Deutschland 1918-1945".

„Erziehung zur Unmenschlichkeit“ – Der Novemberpogrom in Brühl

 

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 brannten überall in Deutschland die Synagogen, jüdische Geschäfte wurden zerstört und geplündert, zahlreiche Männer und Frauen getötet, misshandelt oder in Konzentrationslager verschleppt. Bis heute gedenken wir dem Novemberpogrom als einem Tag, der schon von vielen Zeitgenossen in und außerhalb Deutschlands als endgültiger Zivilisationsbruch angesehen wurde und der dennoch für die jüdische Bevölkerung erst den Beginn des systematischen Terrors darstellen sollte. Die Schülerinnen und Schüler erhalten in dieser Unterrichtssequenz die Gelegenheit, sich mit Hilfe eines Berichts eines aktiv am Pogrom Beteiligten die Ereignisse in der Nacht vom 9. November zu erarbeiten. Es folgt eine Auseinandersetzung mit einem Zeitzeugenbericht von Günther Roos, der seine Erinnerungen eines damals 12-Jährigen darstellt.

Hier ist die gesamte Unterrichtseinheit mit allen Materialien und Arbeitsblättern einsehbar. Hierzu öffnet sich ein neues Fenster aus dem Web-Auftritt "Jugend in Deutschland 1918-1945".