„Skilager“ Elsenborn: „Das war das Ziel: Winterkrieg im Osten.“
Seine ersten Erfahrungen mit militärischen Strukturen macht Günther zusammen mit seinen Klassenkameraden im Februar 1942 im Rahmen eines einwöchigen „Skilagers“ in Elsenborn. Die Intention dieses Lagers ist einzig und allein die Wehrerziehung mit dem Schwerpunkt einer konkreten Vorbereitung auf den Winterkrieg an der Ostfront. Die Schüler tauschen unmittelbar nach ihrer Ankunft ihre Zivilkleidung gegen Uniformen, um danach unter Anleitung von Soldaten mit Aktivitäten zu beginnen, die nichts anderes sind als militärische Übungen: „Kartenkunde“, „Orientieren im Gelände“, „Unterkunftsbau im Winter“ oder „Spähtrupp“. „Das war das Ziel: Winterkrieg im Osten.“
Die außerdem durchgeführte politisch-ideologische Schulungsarbeit wird von einem hochdekorierten Unteroffizier übernommen, der auch mit dem „Goldenen Parteiabzeichen“ dekoriert ist und auf Günther und seine Mitschüler großen Eindruck macht.
Günther erlebt diese Woche ausgesprochen positiv. Das liegt nicht nur darin begründet, dass er „endlich“ militärische Luft schnuppern darf, sondern ist auch der Tatsache geschuldet, dass er als frischberufener „Jungstammführer“ eine bevorzugte Behandlung erfährt und zugleich zum Vorgesetzten seiner Klasse bestimmt wird, was ihm ein enormes Selbstbewusstsein einflößt.